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Kreisgruppe Osnabrück

Schmetterlinge (Tagfalter) auf Blühflächen und Wiesen in Dissen/Bad Rothenfelde und Hilter 2019

Der BUND hat 2019 mit seinem Projekt "Blühender Landkreis Osnabrück" im Südkreis über 25 Blühflächen und extensive Wiesen  mit fast 12 ha Fläche betreut. Der folgende Bericht konzentriert sich auf die Schmetterlingsfauna und gibt einen knappen Artenüberblick der  fast 25 Tagfalterarten.

Grundsätzlich hat sich die erneute Trockenheit im Jahr 2019 im Südkreis unterschiedlich auf den Bestand der Tagfalter ausgewirkt, da Futterpflanzen sich teilweise nicht entwickeln konnten oder frühzeitig vertrocknet sind, andere Arten die Wärme mit deutlicher Bestandzunahme nutzen konnten.

Trockenheit und extreme Temperaturen haben für 2019 folgende Besonderheiten hervorgebracht:

  • Früher Start der Flugbeobachtungen
  • starker Einflug von Distelfaltern
  • geringere Individuenzahl
  • Deutliche Abnahme der Beobachtungen mit dem Einsetzen der Dürreperiode im  Juli
  • neue Arten auf unseren extensiven Wiesen
  • Anzahl der Tagfalter-Arten (ca. 25) bleibt stabil zu 2018

Die extensiven Wiesen, wie auch die angelegten Blühstreifen (Einsaat mit der sog. Osnabrücker Mischung) haben auf jeden Fall dazu geführt, dass einst häufige Falter, die auf intensiv genutzten Flächen keinen Lebensraum mehr vorfanden, auf fast allen BUND-Flächen wieder anzutreffen sind.  In 2019 haben wir durch unterschiedliche Unterstützungen von Stiftungen (u.a. Naturschutzstiftung für das Saatgut, Peters-Stiftung aus Bad Laer für die Pflege von Wiesenflächen) eine wichtige Stütze für unsere Arbeit erhalten, auch private Geldgeber  haben uns unterstützt. Die Brisanz des sog. Insektensterbens ist auch 2019 oft medial thematisiert worden. Zahlreiche Studien haben den Schwund erneut unterstrichen. Das sog. Insektenschutzprogramm der Bundesregierung soll Abhilfe schaffen, die Landwirtschaft stemmt sich dagegen. Sicher ist, nur die vernetzte Zusammenarbeit von Politik, Wissenschaft und Verbänden  kann das Insektensterben nachhaltig bremsen. Auch jede private Initiative ist Teil der Hilfe. Es sollte uns im Klaren sein, dass bei allen Initiativen nicht Konkurrenz, sondern Zusammenarbeit der Arbeitsleitfaden sein sollte.

Die hier vorgestellten Schmetterlingsarten stehen nur stellvertretend für eine im Ganzen zu betrachtene Struktur. Wiesen und Wegrandstreifen sind ein Teil unserer Kulturlandschaft und brauchen unseren Schutz und unsere Pflege. Auch der BUND ist dabei im steten Prozess des Lernens und der neuen Erkenntnisse. Einzelne Arten mit Bildern vom Verfasser werden anbei vorgestellt - die Bilder stammen ausschließlich von den Wiesen bzw. Blühflächen aus 2018/19. Einige Nachfalter sind ebenso abgebildet. (genaue Vorstellung mit Bildern folgt!)

Die Frühjahrsgeneration, als auch die Sommergeneration des Landkärtchens (Araschnia levana) war in 2019 überall, aber nicht häufig anzutreffen.

Der tagaktive Nachfalter: Braune Tageule (Euclidia glyphica) - (19.5.2019-Dissen, bei Fuchs) häufige Nachtfalterart; die Raupen leben auf Schmetterlingsblütern, wie z.B. Hornklee, die auf der betreffenden Wiese zu finden ist. In 2019 überall sehr zahlreich.

Ebenso auf Kleearten angewiesen ist der häufigste Bläuling auf den BUND-Wiesen, der Hauhechelbläuling (Polommatus icarus) - Sobald eine Extensivierung des Grünlandes umgesetzt wird, taucht dieser Bläuling auf und macht sich zur Zeigerart für den Beginn einer erfolgreichen und naturnahen Bewirtschaftungsweise auf fast allen Offenlandtypen. Als sog. Ubiquist ist er sehr anpassungsfähig, ist aber auch auf weniger dicht bewachsene Flächen angewiesen. Die Postdiskalflecken auf der Unterseite liegen auf einer Ebene, auch der Basalfleck ist vorhanden. Damit läßt sich icarus von thersites und agestis i.R. gut unterscheiden.

Aricia agestis (Kleiner Sonnenröschen-Bläuling) 30.8.2019 - Friedhof Bad Rothenfelde - Neu und häufig auf dieser Wiese, die auch neu bewirtschaftet wird. Vormals ist die Wiese gemulcht worden, seit 2018 wird die Wiese gemäht und das Mahdgut abgetragen. Laut UFZ- Schmetterlingsmonitoring ist generell eine Bestandserholung erkennbar.

Der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) zeigte sich auf einigen Wiesen im Südkreis. Trotz des allgemeinen Rückgangs lauf UFZ haben wir den Falter 2019 häufiger beobachten können.

Das Silbergestreifte Grasmotteneulchen (Deltote bankiana) unten - 29.5.2018 - Hilter/Eppendorf findet sich lokal auf Feuchtwiesen und  ist als Nachtfalter auch tagsüber zu entdecken. Entdeckt auch am 23.5.2019 in Natrup-Hilter auf einer Staudenwiese, die 2018 angelegt wurde.

Das Große Ochsenauge (Maniola jurtina) - 22.6.2019 - Dissen/Nolle - wird auch mit intensiveren Wiesen fertig. Auf unseren Flächen überall anzutreffen, gemäß dem Bundestrend Tendenz zunehmend.

Schwarzkolbiger Braun-Dickkopffalter (Thymelicus lineola) - Auch 2019 überall z.Tl. häufig im Untersuchungsgebiet anzutreffen.

Der Schornsteinfeger (Aphantopus hypeantus) - 11.6.2018 Dissen - war nicht so häufig anzutreffen wie im Vorjahr, dennoch überall vertreten.

Kleiner Kohlweißling (Pieris rapae) - Bildn unten - überall und häufig anzutreffen. Ebenso der Gr. Weißling (Pieris brassicae) und der Grünander-Weißling (Pieris napi).

Der Distelfalter (Vanessa cardui) - flog in Massen ein, jedoch in 2019 kamen sie weniger aus Südwesten, sondern aus Ost oder Südost - extrem abgeflogene Falter waren häufig anzutreffen.

Kleiner Feuerfalter (Lycaenea phlaeas):  Überall häufiger anzutreffen. Der mehrbrütige Falter (2-3 Generationen) hat eine hohe Ausbreitungsfähigkeit, allerdings ist er auf vielfältige Wiesen angwiesen, die auch sog. Störstellen aufweisen (freie Flecken, freie Bodenstellen etc.) Der Kl. Sauerampfer (Rumex acetosela) ist die bevorzugte Pflanze für die Eiablage.  - 16.6.2019 Bad Rothenfelde/Friedhof

Brauner Feuerfalter ( Lycanea tityrus) 20.6.2018 - selten, aber regelmäßig auf dieser Fläche in Aschendorf - Bad Rothenfelde. Für 2019 kein Nachweis.

Nachtfalter: Jakobskreuzkrautbär (Thyria jakobaeae) 17.7.2019 - Friedhof Bad Rothenfelde. Das Jakobskraut ist auf dieser Wiese bis auf wenige Randpflanzen entfernt worden, da diese Wiese auch als Heuwiese genutzt wird.

Faulbaum-Bläuling ( Celastrina argiolus) 28.6.2018  Dissen, nähe Sonnenhang. 2019 ebenso angetroffen.

Tagpfauenauge (Aglais Io) - 23.5.2019 - Hilter - ehem.Acker - auf allen Flächen anzutreffen - steigende Tendez

Kl. Wiesenvögelchen (Coenonymphola pamphilus) 17.5.2019 Aschendorf/Bad Rothenfelde. Deutliche Zunahme in 2019 - überall auffallend häufig anzutreffen.

30.7.2019- Friedhof: Schwalbenschwanz (Papilio machaon). Der Falter konnte mehrmals bei der Eiablage beobachtet werden.

30.8.2019- Friedhof Bad Rothenfelde - Kl. Perlmutfalter (Issoria lathonia). Erstmal  eine Überraschung, da dieser Falter in unserer Region kaum nachgwiesen wurde. Auch in Nolle/Dissen gibt es eine Beobachtung - sicherlich eine Antwort auf die steigenden Temperaturen. Aus 2018 ist von H.Dudler eine Beobachtung in Bockhorst/NRW bekannt

5.8.2019  Hilter/Eppendorf - wo Wald od. Gehölze an Wiesen grenzen, ist auch das Waldbrettspiel( Pararge aegeria) regelmäßig anzutreffen.

Weitere Schmetterlinge:

Kleiner Fuchs ( Aglais urticae)  auch 2019 extrem selten

 Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) Bestand wie 2018

Aurorafalter ( Anthocharis cardamines)  vereinzelt zeitiges Frühjahr

Kaisermantel (Argynnis paphia)vereinzelt

C-Falter ( Polygonia c-album)- Einzelbeobachtungen überall.

Grünader-Weißling (Pieris napi) - regelmäßig

Admiral (Vanessa atalanta) – regelmäßig

Taubenschwänzchen ((Macroglossum stellatarum) – Nachweis in Hilter

Fazit: Wirkliche Bestandsaufnahmen benötigen eine wissenschaftliche Methode. Unsere Beobachtungen sind regelmäßige Begehungen im Rahmen ehrenamtlicher Möglichkeiten. Unsere Aufgabe ist die fortgesetzte Beobachtung der Tagfalterentwicklung immer im Zusammenspiel mit Wetter/Wiesenzustand/Bestandsentwicklungen.  Die Vernetzung der Wiesen, die richtige und individuelle Pflege, sowie die weitere Ausweitung von Blühflächen und Randstreifen sind elementare Aufgaben unseres Projekts.

Matthias Beckwermert 20.1.2020

Erfolgreicher Start der Feldgrillenansiedling

Bereits 2015 hat es Pläne vom BUND gegeben, Feldgrillen auf einer Fotovoltaikanlage neu anzusiedeln. Die Fläche galt als extensive Wiesenfläche mit Schafsbeweidung und nach Einschätzung vom Biologen Robert Bocsik, der bereits Wiederansiedlungsprojekte initiiert hat, als geeignet. Aufgrund komplexer Planungsvorgaben und zeitlicher Umsetzungshürden konnte erst 2018 endgültig eine Wiederansiedlung in diesem Gebiet angegangen werden. Leider hatte sich dann der Betreiber der Solaranlage überraschend und ohne Grund wieder von dem Projekt gelöst.

Das es 2018 dennoch zu einem Wiederansiedlungsprojekt kam, ist ebenso verschiedenen Verkettungen zu verdanken. Robert Boscik hatte seine Feldgrillenzucht augrund eines vorangegangenen Projekts noch aufrecht erhalten und im laufenden Jahr überdurchschnittlich gute Zuchtergebnisse bekommen- zeitgleich konnte der BUND im Rahmen seines Wiesenprojekts - Blühender Landkreis - eine ca. 1,2 ha große Wiese an südlicher Hanglage am Teutoburger Wald für das Projekt gewinnen:

„Die Tiere stammen von einer der letzten authochtonen Populationen in der Westfälischen Bucht, ca. 40 km südwestlich von Nolle, vom Münsterländer Kiessandzug, der im Bereich des Steiner Sees als Grenzertragsstandort vor allem dem forstlichen Anbau von Kiefern diente, was die seltene Grillenart dort nicht hat aussterben lassen, da immer ausreichend sonnige Stellen mit Offenbodenanteilen vorhanden waren... 

Zu Zeiten der Wanderschäferei hingen die westfälischen Teilpopulationen sicher zusammen, sodass davon auszugehen ist, dass die Tiere an die lokalen Bedingungen hier bestmöglich angepasst sind, dies als insgesamt (ehemals) zusammenhängendes Areal zu verstehen ist. Jedoch dort, wo die Art - was leider auf die meisten Teilpopulationen zutrifft - einmal ausgestorben ist (=ausgerottet wurde, trifft es eher!) , kommt sie von allein (ohne z. B. wandernde Schafherden) nicht so schnell wieder hin, weil die Feldgrille nördlich der Alpen in aller Regel nicht, i.P. nie, flugfähig und daher zu einer aktiven Ausbreitung nur in zusammenhängenden Optimalhabitaten in der Lage ist (im frühen Larvenstadium).“

Robert Boscik.

Robert Boscik konnte der Wiese eine hervorragende Voraussetzung für die Feldgrillen bescheinigen- auch mögliche Ausbreitungsmöglichkeiten waren gegeben.

Nach der Mahd Mitte Juli konnte nach positiver Genehmigung des Landkreises das Wiederansiedlungsprojekt starten. 4000 Feldgrillen in allen larvalen Stadien konnte in Nolle freigesetzt werden.

R.Boscik:

"Die Zahl von Feldgrillen-(Gryllus campestris-) Larven von ca. 4000 Tieren entspricht der Nachkommenschaft von etwa 4-12 Pärchen ausgewachsener Feldgillen. Ein Pärchen der Art kann bis über 1000 Nachkommen hervorbringen.

Die meisten dieser vielen Juvenilen landen in den Schnäbeln junger Meisen, den Mäulern von Eidechsen, Lurchen, Raubkäfern, Spinnen und weiteren Beutegreifern, die z. T. wiederum selbst nicht selten Beute von Arten jeweils höherer Tröphieebenen sein können, es oft auch werden. Neben der Feldgrille selbst ist dies Hauptziel der Maßnahme!

Bei positiv verlaufenden Wiederansiedlungen liegt die Zahl erwachsener Grillen im ersten Folgejahr recht niedrig und es können / konnten oft nur wenige singende Männchen gezählt werden. Erst wenn die Art sich allmählich am neuen (oft "neuen alten" - wenn auch viele ehemalige Standorte meist nicht punktgenau bzw. scharf abgegrenzt kartiert worden waren in früherer Zeit...) wieder etabliert hat, steigen die beobachtbaren Zahlen deutlicher. Im Anschluss daran stellen sich nach und nach auch vermehrt und regelmäßiger wieder Arten wie Raubwürger und Neuntöter, Lerchenarten u. v. a. mehr ein... Feldgrillen sind sehr potente Zoo-Biomasse-Bildner und sind bei solchen spezielleren Artenschutzmaßnahmen insofern nicht nur als Selbstzweck zu verstehen, sondern auch und sogar insbesondere als "Beute", als potente Bereicherung des Beutetierspektrums eines jedweden ausgewählten Standortes zu verstehen bzw. auch dies ist ausdrücklich auch Ziel der Maßnahme.

Mit höchster Wahrscheinlichkeit werden 95-99 % der in diesem Jahr ausgesetzten Feldgrillen Beute anderer Tiere oder fallen in ggfs. milden Wintern Pilzen zum Opfer.

Im schlechtesten Falle könn(t)en auch alle ausgesetzten Feldgrillen eliminiert werden. Ganz auszuschließen ist das nie. Deshalb ist es immer am ehesten zielführend und geboten, so viele Juvenile wie möglich auszubringen, um die Erfolgsausichten auf eine gelungene (Wieder-)Ansiedlung zu erhöhen. Ein zuviel gibt es sinngemäß in diesem Falle nicht! Alle Tiere, die evtl. "zu viel" wären, würden unverzüglich aufgefressen, von Igeln, Spitzmäusen, Raubkäfern, Spinnen, Raubwanzen, Blindschleichen u. v. a.!"

Die ungewöhlich sonnige und regenarme Witterung 2018 gab den Grillen einen weiteren Entwicklungsschub, so dass bereits Anfang September stridulierende Grillen zu hören waren.

Es war also davon auzugehen, dass sowohl adulte als auch lavale Tiere den Winter in ihren 30-45cm tiefen Röhren überdauern. Im Regelfall sind die Larven im letzten oder vorletzen Larvalstadium in der Überwinterung. Da Feldgrillen zu den thermophilen Arten gehören, reagieren sie sehr intensiv auf Temperaturveränderungen- daher sind auch starke Populationsschwankungen in den verschiedenen Jahren durchaus gängig.

Der BUND hat das Projekt - Feldgrille - nicht allein als Artenschutzprogramm für diese eine Art ins Leben gerufen- die Feldgrille steht für eine ganz besondere Form unserer Kulturlandschaft. Fast 80% aller Feldgrillenpopulationen sind auf extensiven Wiesenflächen zu finden.

Insbesondere in Zeiten der Wanderschäferei waren extensive, zusammenhängende Wiesenflächen überall zu finden- wetterbedingte Populationsschwankungen konnte immer wieder durch vernetzende Habitate ausgegelichen werden- mit der Intensivierung der Landwirtschaft, flurbereinigender Maßnahmen und fehlender Weiden und Wiesen brach die Feldgrillenpopulation ab der 50er Jahre zusammen. Nach 1980 nochmals besonders deutlich, wie in der Senne/Bielefeld belegt werden konnte. Der aktuelle Bestandsmoment ist im Anhang erkennbar (NLWKN). Generell gehört die Feldgrille in Niedersachsen zur aussterbenden Art.

Blühender Landkreis ist eine Projekt zur Reaktivierung intensiver Wiesen, Schaffung neuer Wiesen und der Anlage von Wiesenrandstreifen, um biotopvernetzende Strukturen zu schaffen.

Der BUND hatte im Sommer 2018 mit Robert Bosczik einen anerkannten und versierten "Feldgrillenspzialisten" an seiner Seite. Um ihn als Biologen für das Projekt zu halten und das notwendige Monitoring zu begleiten, hat es einen Antrag bei der Naturschutzstiftung LK Osnabrück gegeben. Nach anfänglichen mündlichen Zusagen, hat die Stiftung die Mitarbeit von Herrn Boscik nicht gefördert- Diesen Vertrauensentzug können wir noch immer nicht nachvollziehen. Ein kleiner, verändeter Antrag konnte nur die Materialkosten von Herr Bosczik decken, eine weitere Mitarbeit war nicht mehr möglich. An dieser Stelle meinen großen Dank an Robert für die Unterstützung!

Der BUND hat somit das Monitoring übernommen und mit über 25 Begehungen 2019 das Feldgrillenjahr 2019 begleitet.

Im Regelfall ist ab Anfang Mai- Anfang Juli der Gesang der Feldgrillen zu hören.

Auf unserer Wiese war das erste Mänchen am 18.4. und das letzte Mänchen am 22.6. zu hören. Diese Verschiebung ist sicherlich auf die klimatischen Bedingungen zurückzuführen. Der frühe Gesang könnte aber auch mit der möglichen erfolgreichen Überwinterung der adulten Tieren im Zusammenhang stehen.

Es war also davon auzugehen, dass sowohl adulte als auch lavale Tiere den Winter in ihren 30-45cm tiefen Röhren überdauern. Im Regelfall sind die Larven im letzten oder vorletzen Larvalstadium in der Überwinterung. Da Feldgrillen zu den thermophilen Arten gehören, reagieren sie sehr intensiv auf Temperaturveränderungen- daher sind auch starke Populationsschwankungen in den verschiedenen Jahren durchaus gängig.

Der BUND hat das Projekt - Feldgrille - nicht allein als Artenschutzprogramm für diese eine Art ins Leben gerufen- die Feldgrille steht für eine ganz besondere Form unserer Kulturlandschaft. Fast 80% aller Feldgrillenpopulationen sind auf extensiven Wiesenflächen zu finden.

Insbesondere in Zeiten der Wanderschäferei waren extensive, zusammenhängende Wiesenflächen überall zu finden- wetterbedingte Populationsschwankungen konnte immer wieder durch vernetzende Habitate ausgegelichen werden- mit der Intensivierung der Landwirtschaft, flurbereinigender Maßnahmen und fehlender Weiden und Wiesen brach die Feldgrillenpopulation ab der 50er Jahre zusammen. Nach 1980 nochmals besonders deutlich, wie in der Senne/Bielefeld belegt werden konnte. Der aktuelle Bestandsmoment ist im Anhang erkennbar (NLWKN). Generell gehört die Feldgrille in Niedersachsen zur aussterbenden Art.

Blühender Landkreis ist eine Projekt zur Reaktivierung intensiver Wiesen, Schaffung neuer Wiesen und der Anlage von Wiesenrandstreifen, um biotopvernetzende Strukturen zu schaffen.

Im Hintergrund die Wiesenfläche im Januar mit der jetzigen Landrätin Anna Kebschull, Projektleiter und Geschäftsführer BUND LK OS Matthias Beckwermert, sowie Josef Hugenberg, 1. Vorsitzender BUND KG OS

Der BUND hatte im Sommer 2018 mit Robert Bosczik einen anerkannten und versierten "Feldgrillenspzialisten" an seiner Seite. Um ihn als Biologen für das Projekt zu halten und das notwendige Monitoring zu begleiten, hat es einen Antrag bei der Naturschutzstiftung LK Osnabrück gegeben. Nach anfänglichen mündlichen Zusagen, hat die Stiftung die Mitarbeit von Herrn Boscik nicht gefördert- Diesen Vertrauensentzug können wir noch immer nicht nachvollziehen. Ein kleiner, verändeter Antrag konnte nur die Materialkosten von Herr Bosczik decken, eine weitere Mitarbeit war nicht mehr möglich. An dieser Stelle meinen großen Dank an Robert für die Unterstützung!

Der BUND hat somit das Monitoring übernommen und mit über 25 Begehungen 2019 das Feldgrillenjahr 2019 begleitet.

Im Regelfall ist ab Anfang Mai- Anfang Juli der Gesang der Feldgrillen zu hören.

Auf unserer Wiese war das erste Mänchen am 18.4. und das letzte Mänchen am 22.6. zu hören. Diese Verschiebung ist sicherlich auf die klimatischen Bedingungen zurückzuführen. Der frühe Gesang könnte aber auch mit der möglichen erfolgreichen Überwinterung der adulten Tieren im Zusammenhang stehen.

Es war also davon auzugehen, dass sowohl adulte als auch lavale Tiere den Winter in ihren 30-45cm tiefen Röhren überdauern. Im Regelfall sind die Larven im letzten oder vorletzen Larvalstadium in der Überwinterung. Da Feldgrillen zu den thermophilen Arten gehören, reagieren sie sehr intensiv auf Temperaturveränderungen- daher sind auch starke Populationsschwankungen in den verschiedenen Jahren durchaus gängig.

Der BUND hat das Projekt - Feldgrille - nicht allein als Artenschutzprogramm für diese eine Art ins Leben gerufen- die Feldgrille steht für eine ganz besondere Form unserer Kulturlandschaft. Fast 80% aller Feldgrillenpopulationen sind auf extensiven Wiesenflächen zu finden.

Insbesondere in Zeiten der Wanderschäferei waren extensive, zusammenhängende Wiesenflächen überall zu finden- wetterbedingte Populationsschwankungen konnte immer wieder durch vernetzende Habitate ausgegelichen werden- mit der Intensivierung der Landwirtschaft, flurbereinigender Maßnahmen und fehlender Weiden und Wiesen brach die Feldgrillenpopulation ab der 50er Jahre zusammen. Nach 1980 nochmals besonders deutlich, wie in der Senne/Bielefeld belegt werden konnte. Der aktuelle Bestandsmoment ist im Anhang erkennbar (NLWKN). Generell gehört die Feldgrille in Niedersachsen zur aussterbenden Art.

Blühender Landkreis ist eine Projekt zur Reaktivierung intensiver Wiesen, Schaffung neuer Wiesen und der Anlage von Wiesenrandstreifen, um biotopvernetzende Strukturen zu schaffen.

Im Hintergrund die Wiesenfläche im Januar mit der jetzigen Landrätin Anna Kebschull, Projektleiter und Geschäftsführer BUND LK OS Matthias Beckwermert, sowie Josef Hugenberg, 1. Vorsitzender BUND KG OS

Der BUND hatte im Sommer 2018 mit Robert Bosczik einen anerkannten und versierten "Feldgrillenspzialisten" an seiner Seite. Um ihn als Biologen für das Projekt zu halten und das notwendige Monitoring zu begleiten, hat es einen Antrag bei der Naturschutzstiftung LK Osnabrück gegeben. Nach anfänglichen mündlichen Zusagen, hat die Stiftung die Mitarbeit von Herrn Boscik nicht gefördert- Diesen Vertrauensentzug können wir noch immer nicht nachvollziehen. Ein kleiner, verändeter Antrag konnte nur die Materialkosten von Herr Bosczik decken, eine weitere Mitarbeit war nicht mehr möglich. An dieser Stelle meinen großen Dank an Robert für die Unterstützung!

Der BUND hat somit das Monitoring übernommen und mit über 25 Begehungen 2019 das Feldgrillenjahr 2019 begleitet.

Im Regelfall ist ab Anfang Mai- Anfang Juli der Gesang der Feldgrillen zu hören.

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