Kreisgruppe Osnabrück

Kamerunschafe

Kamerunschafe

Unsere Schafsherde besteht derzeit aus fünf Kamerunschafen in Ostercappeln bei Osnabrück. Durch den Schafbefraß wird die Fläche freigehalten und verliert über die aufgenommene Vegetation an Nährstoffen. Entstehende nährstoffarme Wiesen sind an Strukturreichtum und Artenvielfalt kaum zu übertreffen, sie werden jedoch immer seltener. Unsere Schafe sind in ihrem Verhalten sehr unterschiedlich. Drei von ihnen sind schon zutraulicher und sehr neugierig, andere sind hingegen noch etwas vorsichtiger und halten mehr Abstand zu Menschen. Doch wenn es um Futter geht, kann man sie alle als gierig und fast angstfrei beschreiben. Sie sind sehr liebenswürdig und bei jeder ruhigen Beobachtung kann man ihre individuellen Eigenschaften erkennen.

Ende Juni wurden von unserer Schafswiese in Ostercappeln zwei der fünf Kamerunschafe eingefangen und auf eine neu erschlossene Wiese in Bad Rothenfelde umgesiedelt. Dadurch soll die bestehende Wiese entlastet werden, sodass sich die Vegetation erholen kann. Die neue Wiese, welche eine längere Zeit kein Vieh beherbergte, bietet ausreichend frischen Aufwuchs und wird nun, so wie die Schafe, durch Anwohner betreut. Nach dem für die Schafe ungewohnten und zumal stressreichen Transport haben sie sich gut an ihr neues Zuhause gewöhnt und sind Wohl auf. Die Umsiedelung wurde im Voraus mit der zuständigen Schäferin besprochen und geplant.

Das Einsetzen von Schafen, in unserem Fall als Alternative zur Mahd, ist eine Jahrhundert alte naturschonende Art der Landschaftspflege (Pflege und Erhaltung von Grünflächen) und bietet diverse Vorteile. So erreichen die Tiere Orte, welche mit der Sense oder mit einem Mähwerk nicht effektiv zu bearbeiten sind, z.B. Hänge. Auch kommt es durch den Tritt der Tiere zu ständig neuen offene Bodenstellen, welche einen Lebensraum für Pflanzen und Insekten schaffen. Durch ihren Fraß und den hinterlassenen natürlichen Dünger versorgen sie die Fläche mit ausreichend Nährstoffen und halten den Bewuchs, auch den von Gehölzen, in gewünschten Dimensionen.

Durch den jedoch höheren Aufwand in der Betreuung und Versorgung der Tiere wird diese Art der natürlichen Landschaftspflege heutzutage immer weniger.

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